Der digitale Atlas – ein Ersatz zu 1,2kg?

Guten Morgen!

Ich habe mich in der vergangenen Zeit mit dem Weltatlas beschäftigt.
Wir sind gewohnt, das ca. 1200g-Buch zu den Erdkunde-Stunden mit in die Schule zu bringen. Da das langfristig gesehen eine großes Gewicht ist, habe ich mich nach einer digitalen Alternative umgeschaut. DIERCKE bietet hier eine eigene App an, die den Weltatlas als PDF zeigt.

Na, dann ist doch alles prima…

…könnte man meinen. Allerdings gibt es weder interaktive Inhalte noch irgendwelche anderen Features. Zusätzlich gibt es keine Möglichkeit, einen einmaligen Kauf zu tätigen, sondern ein Abonnement muss abgeschlossen werden. Ich persönlich bin kein Freund von Abos, denn ich bezahle für etwas, das mir sozusagen gar nicht gehört…

Auch wenn die Lizenz jährlich nur 4 Euro kostet, sehe ich keinen wirklichen Mehrwert, außer, dass ich jetzt zoomen kann. Die Volume Licence kostet übrigens genauso viel. Nach der Schulzeit wäre der Preis der Print-Ausgabe zwar gedeckt, aber was ist, wenn man in höherem Alter noch einmal nachschauen möchte? Muss dann jährlich weiterbezahlt werden, ohne dass die App wirklich benutzt wird?

 

Und nun?

In der Demo-Version ist nur die Deutschlandkarte freigeschaltet. Ich empfand die Ladezeit als relativ lang, gerade im Vergleich zu anderen Apps mit ähnlich großen Datenmengen. Wer nicht schon einen analogen Weltatlas besitzt, könnte hiermit zufrieden werden. Die Textsuche könnte in manchen Fällen praktisch sein.
Ich sehe allerdings keinen Fortschritt und hatte Google Maps & Google Earth für eine sinnvollere Alternative.

Gerade die 3D-Ansicht ist etwas, was man auf Papier schlecht darstellen kann – räumliches Denken wird also zugleich auch noch gefördert. Und das for free.

Auch sollte man sich darüber Gedanken machen, ob die Splitscreen-Ansicht für Arbeiten mit den Notizprogramm auf der einen Seite und den Atlas/ der Weltkarte auf der anderen Seite bei einem kleinen Display komfortabel ist oder ob das Buch vielleicht doch mehr Platz für Mitschriften gibt.

 

Fazit.

Eine Neuanschaffung digital ist schlau, denn verbrauchter Speicher wiegt nicht mehr. 😉 Den Atlas analog und digital zugleich halte ich hingegen für doppelt. Zusätzlich ist die Displaygröße natürlich entscheidend. Wenn ich nur knapp 10 Zoll habe, kann es im Splitscreen ganz schön eng werden und ich verliere den Überblick…

Ich bleibe also bei dem gedruckten „Schinken“, gerade weil er bei uns nur unregelmäßig benutzt wird. Ein netter Anreiz ist es dennoch…

 

 

Freundliche Grüße

Ihr

Niklas Krupka

 

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Über Niklas Krupka

Niklas Krupka ist Mitglied des Verbandes der niedersächsischen Jugendredakteure (VNJ) und Chefredakteur der Schülerzeitung „Der Silberkämper“. Er engagiert sich in der Jugendfeuerwehr als  Kreisjugendsprecher und ist damit für über 800 Kinder- und Jugendliche im Landkreis Peine zuständig. Bereits seit frühen Jahren interessiert er sich für Technik, sodass er mittlerweile ein ausgeprägtes Wissen hat.