What‘s a Computer?

Das iPad als PC-Ersatz – geht das jetzt wirklich?

Mit iPadOS gibt es nun viele neue Funktionen für das Tablet von Apple. Doch sind sie entscheidend für den Wechsel vom Computer zum iPad?

Bereits zum Start des iPad Pros im Jahr 2015 schaffte Apple Kontroversen mit ihrem Werbespot, bei welchem ein junges Mädchen mit ihrem Tablet im Gras sitzt und auf die Frage der Nachbarin, ob sie wieder etwas mit ihrem PC machen würde, fragt, was ein Computer sei. Da dies mit iOS 9 ausgeliefert wurde, gab es noch nicht viele Produktivitätsfeatures. Zwar gab es den Smart-Connector, jedoch gab es weder Maus-Support noch ein offenes Dateimanagement.

Dies hat sich seit gestern offiziell mit iPadOS 13.1 geändert. Das neue Betriebssystem der Computerfirma Apple ist veröffentlicht worden. Grundlegende Features wurden hinzugefügt:

– Mausunterstützung

– Offenes Dateimanagement

– Split View

– Slide Over

– Dark Mode

– Textbearbeitungsgesten

– Safari-Verbesserungen

– Schriftensammlung

– …

 

Mit dieser großen Anzahl an Funktionen lässt sich sicherlich etwas cooles anstellen, dachte ich. Natürlich lag ich nicht falsch – denn es ist viel mehr möglich.

Meine – eigentlich fürs MacBook gekaufte MagicMouse 2 ist mit meinem iPad 6th Gen. problemlos kompatibel. Trotz anfänglichen Schwierigkeiten klappt es nun. Apple sollte zwar noch ein bisschen an dem Interface arbeiten (großer Punkt auf dem Display für den Cursor), aber die Grundlage ist für die Produktivität sehr förderlich.

Hier wurde aber noch lange nicht angehalten, denn ich kann fortan zwei gleiche Apps nebeneinander geöffnet haben. Das ist im Unterricht sehr praktisch. Auf der einen Displayhälfte ist beispielsweise eine GoodNotes-Seite mit meinen Stichpunkten zum Schreiben eines Aufsatzes offen, während ich auf der anderen Hälfte den Aufsatz verfasse. Das habe ich mir schon lange gewünscht und nicht bei dem heutigen Erreichen der Mail des GoodNotes Support Teams sehr gefreut, dass das endlich implementiert wurde.

Sie müssen wissen, dass ich seit Beginn der Public-Beta iPadOS auf meinem Tablet benutze. Das liegt daran, dass ich an der Technik sehr begeistert bin und mich gern auf Neues stürze.

Bereits seit längerer Zeit gibt es die Adobe Photoshop und Illustrator Alternativen von Serif – Affinity auf dem iPad. Auch wenn die IO gewöhnungsbedürftig für einen Mac-User ist, kann das definitiv eine Alternative sein.

Mich hindert derzeit nur das Programm „Affinity Publisher“ (Layoutprogramm wie InDesign) sowie die Software „Apple Final Cut Pro X“ (Videoschnittprogramm“, einen kompletten Umstieg zu wagen.

Meiner Meinung nach ist es jedoch sinnvoll – wenn man nur noch das Tablet benutzen möchte – ein iPad Pro zu kaufen, da hier ein USB-C-Port vorhanden ist, an den man viele Dongles bzw. Adapter anschließen kann. Das stört mich nämlich momentan ein wenig: Ich habe ein duzend Adapter für mein USB-C MacBook Pro, von welchen kein einziger mit meinem tollen iPad funktioniert. Ich müsste mir also, um einen USB-Stick oder eine SD-Karte anzuschließen, neue Lightning-Adapter kaufen…

Mit meiner neuen Logitech K380-Bluetooth-Tastatur macht das Tippen am iPad übrigens auch wieder Spaß.

 

Freundliche Grüße

Ihr

Niklas Krupka

 

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Über Niklas Krupka

Niklas Krupka ist Mitglied des Verbandes der niedersächsischen Jugendredakteure (VNJ) und Chefredakteur der Schülerzeitung „Der Silberkämper“. Er engagiert sich in der Jugendfeuerwehr als  Kreisjugendsprecher und ist damit für über 800 Kinder- und Jugendliche im Landkreis Peine zuständig. Bereits seit frühen Jahren interessiert er sich für Technik, sodass er mittlerweile ein ausgeprägtes Wissen hat.