iPad außerhalb der Schule: Bildschirm erweitern?

DuetDisplay am iPad – wie gut funktioniert das?

Neulich kam ich auf die Idee, mein iPad auch mit meinem Mac zu verbinden, um somit einen weiteren Monitor anschließen zu können, der dann sogar auf Touch reagiert.

Im Apple AppStore ist dort DuetDisplay ganz hoch bewertet und erscheint direkt in den Suchvorschlägen. Das sollte doch definitiv etwas Gutes bedeuten. 3,9 Sterne bei 1790 Bewertungen. Die negativen Bewertungen bestehen jedoch hauptsächlich aus Kommentaren wie „Zu teuer!“ oder „Geht nicht“. Doch, es geht: Um die Touch-Bedienung benutzen zu können, muss dies in den Systemeinstellungen aktiviert werden.

Wie geht das?

Zuerst muss Duet auf deinem Mac installiert sein. Das Programm gibt es kostenlos im Mac App Store. Nach dem Start muss folgendes für die Touch-Bedienung durchgeführt werden:

 -> Systemeinstellungen -> Sicherheit -> Bedienungshilfen -> evtl. Passwort eingeben -> dann vor „duet“ einen Haken setzen (Diese Apps dürfen deinen Computer steuern).

Danach oder der Pairing-Prozess ganz einfach:

  • iPad mit Lightning (bzw. bei zukünftigen iPads USB-C?) an Mac oder PC verbinden
  • Duet Display auf beiden Geräten öffnen
  • Am iPad dem Quickstart-Guide folgen
  • Sehen, wie Magie passiert

Auf dem Mac kann später noch eingestellt werden, ob ein Monitor gespiegelt werden soll oder ob ein neuer erstellt werden soll.

Kosten

Zum aktuellen Zeitpunkt kostet das iOS-Programm 10,99 Euro, ist jedoch 50% rabattiert. Naja, es ist seit 2 Jahren rabattiert…

 

Welche Vorteile habe ich durch den Kauf?

DuetDisplay ist einfach gesagt ein erweiterter Bildschirm. Das bedeutet, man verfügt über mehr Bildschirmfläche und kann somit mehr Dokumente etc. gleichzeitig geöffnet haben.
Ich persönlich finde es sehr praktisch, dass ich meinen Mac nun mit meinem Finger oder mit einem Stift bedienen kann. So bekommen Anwendungen wie Photoshop, Illustrator oder auch die Fotos-App ganz andere Dimensionen.
Bei neueren MacBook Pros wird sogar die TouchBar angezeigt. Interaktionen hiermit funktionieren sehr flüssig.

Gibt es auch Nachteile?

Wie (fast) jede App, gibt es auch hier leider ein paar Nachteile. So gibt es immer eine gewisse Latenz beim Wechseln von Fenstern oder bei Videos. Diese hält sich jedoch in Grenzen und stört nicht groß.
Viel essentieller könnte jedoch sein, dass nicht das komplette iPad-Display genutzt wird und so immer ein Rand bleibt. Es sei denn, man benutzt an seinem Mac schon ein 4:3 Display, dann wird auch das iPad komplett benutzt. Nur da das keiner macht, ist das Display leider nicht angepasst. Das ist sehr schade, denn so und manche Inhalte sehr klein. Durch die kleinen Elemente wird manchmal ein Tippen mit dem Finger schwierig, weshalb ich dafür den Apple Pencil oder einen anderen Eingabestift bevorzugen würde.

 

Fazit

Ein endgültiges Fazit kann ich nach dieser kurzen Probephase noch gar nicht geben. Ich versuche jedoch, so gut es geht, jede Möglichkeit zu nutzen, um das Programm zu testen. In einem späteren Blogeintrag folgt dann mein Resümee.